Sexcheting

Juliane Rebentisch Kabinette des Zeigens Institutional Critique im Expanded Cinema – Expanded Cinema in der Institutional Critique Betreuende: Prof. Die Filme der Brüder Lumière hatten im Dezember Uraufführung, aber ihr »Cinématograph« war besser als die komplizierte deutsche Erfindung; das »Bioscop« projizierte abwechselnd Einzelbilder von zwei Filmstreifen, sechzehn pro Sekunde. Marc Ries Als die Hf G gegründet wurde, war unser Medium noch nicht erfunden. November 1895, führten Max und seine Söhne Emil und Eugen Skladanowski die weltweit ersten Filmsequenzen in Berlin vor.Seit 2006 entstehen an der Hf G Offenbach Kurzfilme für 360-Grad-Kuppelprojektionen, die seitdem jährlich zum Full Dome Festival im Zeiss Planetarium Jena uraufgeführt werden.Das Full Dome Festival präsentiert jedes Jahr im Mai die fertigen Werke als Welturaufführungen in verschiedenen Wettbewerbskategorien einem internationalen Fach- und Fanpublikum, das sich immer zahlreicher in Jena einfindet, um die innovativen Höhepunkte der Saison zu sehen, zu diskutieren und neue Kooperationen zu vereinbaren.

Sexcheting-17

Der Bühnenbildstudent David Gonter verkörpert den jungen Rosa, sein Freund (Robert Schittko, Fotografiestudent) und seine beste Freundin Sylvie (Maria Anisimova, Studentin der Bildhauerei) setzten mit den Performance-Musiker Innen der Hf G-Kultband »Baby of Control« die ungezügelte Energie seiner ehemaligen Kommiliton Innen um, während Rotraut Pape, Professorin für Film/Video auf dem Grab seiner verehrten Mentorin Nora Gräfin zu Stolberg mit beiden Rosas gleichzeitig durch die Zeit tanzt. März 2014 feierte der Film im Rahmen des Lichter-Filmfestivals die Weltpremiere im ausverkauften Kinosaal mit einem Konzert der Gruppe Baby of Control. Diese symbiotische Beziehung birgt einerseits Gefahren, wenn man die gewachsenen Regeln nicht kennt – andererseits werden bei einem wirklichen Dialog ganz neue Domensionen möglich.Unter der Leitung von Kai Schoormann erarbeiten die Hf G-Studierenden mit Komponist Innen der Hf MDK (Prof.Gerhard Müller-Hornbach) Konzepte für maßgeschneiderte Filmmusik, die anschließend virtuos eingespielt wird.der Möglichkeit, innere Bilder, Vorstellungen, Gedanken, Gefühle – eben Virtuelles – real werden zu lassen.Mit dem genau durchdachten Einsatz der uns heute zur Verfügung stehenden, analogen wie digitalen filmischen Mittel, mit bewusst gestalteten Hörräumen und Kamerabildern in einer nicht dem Zeitgeist gehorchenden Montage wird Poesie freigesetzt.